Ausbildung statt Studium nach dem Abitur?

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Top Arbeitgeber 2011Alle Gymnasiasten kennen das: Nach bestandenem Abitur kommt als „richtiger Weg“ nur ein Studium in Frage. Wenn das mit einem Platz an einer Universität oder Hochschule nicht auf Anhieb klappt, bleibt noch die Möglichkeit, für ein Jahr ins Ausland zu gehen – mit anschließendem Studium. Dabei vergessen die meisten die Alternative „Ausbildung“. Zahlreiche Argumente sprechen für eine Ausbildung nach dem Abitur, doch Gymnasiasten fühlen sich nicht angesprochen.

In diesem Artikel befasse ich mich näher mit dem Thema, warum mehr Menschen über eine Ausbildung als Alternative für ein Studium nachdenken sollten. Zudem gehe ich kurz auf die REWE Group und deren Marketing-Offensive mit Vorbildcharakter ein, bei der sich der Handelskonzern speziell an potenzielle Auszubildende richtet.

Ausbildung? Geht gar nicht! Denkst du.

Die Situation hatte es ergeben, dass ich mit ein paar Personalleitern bei an einer Informationsveranstaltung für Unternehmen teilnahm. Bei dieser Veranstaltung ging es vor allem darum, wie die Ausbildungsbetriebe mit ihrem Info-Stand bei den „2. Heidelberger Ausbildungstagen“ Jugendliche ansprechen können.

Währenddessen kam die Frage auf, ob auch Schüler von Gymnasien an den Ausbildungstagen anwesend sein werden – die Unternehmen wollen schließlich wissen, mit Jugendlichen welcher Altersklasse sie rechnen können. Doch die Gymnasien – im Gegensatz zu anderen Schulformen – gestatten ihren Schülern keinen freien Tag, um die Veranstaltung anstatt den regulären Unterricht zu besuchen.

Warum? Die Gymnasien begründen das damit, dass Schüler bereits an einem „Studieninformationstag“ schulfrei bekommen. Wenn schon die Schulen ihren Schülern nur das Studienleben schmackhaft machen, dann verwundert der schlechte Ruf der Ausbildungsberufe nicht.

Ein Chef aus der Hotellerie gab mir in etwa folgendes Beispiel: „Früher“, vor gar nicht allzu langer Zeit, wusste ein Kind, es wolle Koch, Friseur oder Bäcker werden. Daraufhin machte das Kind seinen Kindheitstraum wahr, kochte den Menschen was deren Herzen begehrten und wurde letztendlich Meisterkoch. Heute raten die Eltern ihrem Kind von einem solchen Werdegang ab.

Weshalb Eltern ihren Kindern von solch einer beruflichen Laufbahn abraten, ist sicher nicht unbegründet: Die Branche steht nun mal in Verruf, die Arbeitszeiten sind lang und die Bezahlung niedrig. Ein Gymnasiast würde wohl bei der Äußerung des Wunsches, eine  Ausbildung als Koch zu machen, zum Gespött der Schule werden.

Fachkräftemangel

Dabei kann eine Ausbildung durchaus attraktiv sein – besonders für Abiturienten. Denn vielen Unternehmen fehlt es an Fachkräften. Sie brauchen junge, motivierte Arbeiter, die sowohl lernfähig als auch bereit zum Lernen sind. Die Nachwuchsförderung macht die Zukunft jeder Firma aus.

Zu junge Auszubildende

Warum Abiturienten für Ausbildungsbetriebe von außerordentlicher Attraktivität sind? Einige Unternehmen haben ein ernsthaftes Problem motivierte, „reife“ Jugendliche zu finden. Wer beispielsweise nach der Hauptschule mit 15 Jahren direkt eine Ausbildung anfangen will, der ist für das Berufsleben oftmals schlichtweg zu jung. In der Zeit bis zum Abitur entwickeln sich Jugendliche sehr stark weiter, sammeln Erfahrung, können eher Verantwortung übernehmen und sind sich über ihre Ziele im Klaren.

Auf eigenen Beinen stehen

Eine Ausbildung nach dem Abitur heißt auch, relativ früh Geld zu verdienen. Und es fühlt sich doch verdammt gut an, wenn man für seine Mühen bezahlt wird, oder? Außerdem schließt eine Ausbildung keine theoretischen Weiterbildungsmöglichkeiten aus. Ihr könnt eine duale Ausbildung machen, dual studieren oder nach abgeschlossener Ausbildung, mit bereits verdientem Geld in der Tasche, die Universitätsbank drücken.

Ich will mich gar nicht zu sehr für eine Ausbildung aussprechen oder gar den Weg des Studiums kritisieren. Aber ich wünsche mir, dass sich die Menschen mehr Gedanken machen – ich will euch zum Denken anregen.

Das Vorzeige-Azubiportal

Rewe-LogoWer anfängt nachzudenken, kann gleich mal bei dem Azubiportal von REWE vorbeigucken. Denn die REWE Group befasst sich intensiv mit ihrem Nachwuchs. Beim Azubiportal erfahrt ihr neben Informationen direkt zum Unternehmen vor allem nützliche Tipps für die richtige Bewerbung und Details rund um die Ausbildung.

An dieser Stelle fasse ich mich kurz, da ich das Azubiportal von REWE bereits vor einiger Zeit eingehend beleuchtet habe. Auf jeden Fall möchte ich betonen, dass ich es sehr gut finde, wie REWE versucht, Jugendliche anzusprechen und dabei nicht vor verschiedenen Medienkanälen zurückschreckt. Zum Beispiel ist das Unternehmen beim SchülerVZ und bei Facebook vertreten.

Das entsprechende Aufmerksammachen des Handelskonzerns auf seine Ausbildungsmöglichkeiten hat schon einige Früchte getragen. Ein Beispiel für einen steilen Aufstieg auf der Karriereleiter ist Hakan. Nach weniger als drei Jahren hat sich der ehemalige Azubi durch seinen Willen und sein Engagement zum Leiter eines REWE-Marktes hochgearbeitet. Heute trägt er somit die Verantwortung über ein etwa 40-köpfiges Team. Doch nicht nur Frauen können ihre Karriereträume verwirklichen, wie Madeleine bewiesen hat: Vom Beginn ihrer Ausbildung bis zu ihrem jetzigen Standpunkt als Marktmanager-Assistentin hat sie weniger als drei Jahre gebraucht.

Viele Unternehmen sollten sich ein Vorbild an der REWE Group nehmen. Denn allgemein vermisse ich Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten diverser Firmen. Man muss sich ja nicht gleich zu einer Ausbildung zum Koch, Friseur oder Bäcker beschränken. Aber woher soll man wissen, welche Möglichkeiten einer Ausbildung in welchen Branchen gegeben sind, wenn ein Großteil der Firmen scheinbar noch nicht erkannt hat, wie wichtig Werbung ist? REWE zeigt wie es geht.

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