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Gewitter, Hagel & Shampoo #kurz notiert

Unter der Dusche lasse ich jede Sekunde Revue passieren: die aufgehende Sonne, das Unwetter, die zwitschernden Vögel, mein Bruder, die vom Tau bedeckte Wiese und der vereiste Niederschlag. Und das Lied. Keine Sekunde möchte ich davon missen. …

Im Juli hatte ich spontan einen Artikel gebloggt. Eine überarbeitete Version dieses Artikels könnt ihr jetzt bei dem Online-Magazin thema unter dem Motto “extra lebensfreude“.

Gewitter, Hagel & Shampoo im Regen

Unter der Dusche lasse ich jede Sekunde Revue passieren: die aufgehende Sonne, das Unwetter, die zwitschernden Vögel, mein Bruder, die vom Tau bedeckte Wiese und der vereiste Niederschlag. Und das Lied. Keine Sekunde möchte ich davon missen.

Die Rollläden bleiben über Nacht oben, denn ich will sehen, wenn die Sonne aufgeht. Mindestens ein Fenster bleibt offen, denn ich will hören, wie morgens die Vögel zwitschern. Morgens um fünf Uhr steht die Sonne halb am Horizont, während ich durch die vom Tau bedeckte Wiese schlendere.

Um sieben Uhr werde ich mir spontan Chicken Wings in der Pfanne braten, weil ich plötzlich Lust darauf habe. Doch vorher schlummere ich noch ein wenig in meinem Bett und wärme mir die Füße auf. Direkt neben mir dröhnt aus meiner Anlage ein Lied, das mir an diesem Tag noch mehrmals durch den Kopf gehen wird …

…’Cause I wanna feel the thunder
I wanna scream
Let the rain fall down
I’m coming clean, I’m coming clean

Let the rain fall down
Let it wash away
Let the rain fall down

Diesen Ausschnitt aus Come Clean habe ich gerade gehört, als sich das Unwetter durch erste Regentropfen ankündigte. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch am See.

Daheim angekommen geht das Unwetter erst so richtig los: es donnert und blitzt ’cause I wanna feel the thunder. Mein Bruder und ich stürmen in Badehose auf die Straße und hüpfen fröhlich durch den strömenden Regen. Let the rain fall down – plötzlich ein Stechen im Rücken. Immer häufiger.

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Verführung Facebook

Facebook-Logo

Anmelden, Tabelle ausfüllen, Bild hochladen. Jetzt kommt es darauf an, wieviel dir deine Daten Wert sind.

Das führende soziale Netzwerk Facebook hat weit über 100 Millionen angemeldete User, der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zählt zu den reichsten Amerikanern und im Jahre 2009 machte Facebook (laut insidefacebook.com) einen Umsatz von etwa 600 – 700 Millionen US-Dollar.

Das Problem…

Wie kann es sein, dass Facebook einen derartig hohen Umsatz macht?
Der größte Teil kommt durch Werbeeinnahmen zustande. Eine riesige Anzahl an Daten werden von den jüngeren Generationen – häufig unbedacht – preisgegeben. Die meisten Firmen sind bereit, hohe Geldbeträge für diese Infos zu zahlen – dadurch können sie ihre Werbung speziell auf bestimmte Personen, zuschneiden.

„Soziale Netzwerke“

Du hast dein eigenes Online-Profil und kannst dich durch private Nachrichten mit Freunden und Bekannten austauschen. Fast alle Jugendliche haben irgendwo ihr mehr oder weniger ausgefülltes Profil mit Hobbys, E-Mail, ICQ-Nummer, etc… Du kannst Fotoalben online stellen und eigene Gruppen gründen. Es gibt unzählige peinliche Fotos, die im scheinbar unbegrenzten World Wide Web eigentlich nichts zu suchen haben. Du kannst ohne großen Aufwand Termine und News in deinen Gruppen ankündigen. Es gibt fast nichts, was du nicht machen kannst, um deinen Kumpels Neuigkeiten jeglicher Art mitzuteilen. Nie zuvor war es einfacher, dein Leben der Öffentlichkeit aufs Auge zu drücken.

Der wohl am meisten umstrittene Punkt:

„Facebook, StudiVZ und ähnliche Seiten können jemandem einen Nachteil in seinem sozialen Umfeld und beim Arbeitgeber verschaffen.“

Eine Stellungnahme dieser Art hast du bestimmt auch schon das ein oder andere Mal gehört. Diese Aussage wird dadurch begründet, dass Seiten wie Facebook besonders Jugendliche dazu „verführen“, private Daten anzugeben, ohne sie über eventuelle Folgen aufzuklären.

Selbst schuld!

Nicht nur wir haben das Internet für uns entdeckt – sondern auch „die Anderen“. Ist es daher nicht selbstverständlich, dass immer mehr Arbeitgeber das WWW durchforsten, um ihre (zukünftigen) Angestellten besser kennen zu lernen. Dann liegt es doch auf der Hand, dass sie von unzähligen Partybildern, Nacktfotos oder Beleidigungen wenig begeistert sein werden. Bei uns ist es schließlich auch so: wer hat noch nie nach einen Freund oder einer Freundin gesucht, weil man etwas in Erfahrung bringen wollte? Wer ein paar Minuten über sein Profil im Web nachdenkt, kann sicher die schlimmsten “Skandale” vermeiden und hat kaum etwas zu befürchten.

Fazit

Es ist durchaus vertretbar, dass sich jemand lieber von Facebook distanzieren möchte. Schließlich kann nicht jeder einschätzen, welche Daten er veröffentlichen kann bzw. will und was für Auswirkungen das haben könnte. Meine Meinung: Ich bin kein Gegner von Facebook und der Möglichkeit, dass man auf einfache Weise Informationen austauschen und mit anderen in Kontakt bleiben kann. Jeder kann frei entscheiden, wie er das Internet mit seinem realen Leben in Verbindung bringen möchte.

Teasergrafik: www.facebook.com
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"Die Fahrt nach der Party" – jetzt auch bei thema!

Es ist soweit: Der Artikel “Die Fahrt nach der Party“, den ihr schon lange exklusiv auf meinem Blog lesen könnt, wurde heute bei dem Online-Magazin thema veröffentlicht!

Bitte fragt mich nicht, in was für einer Textart der Artikel verfasst ist. Ich würde ihn einfach mal “Prosa-Texten” zuordnen ;)

Sinn des Lebens: Religiöse und philosophische Ansätze

Lächeln auf Tafel»Das Leben ist wie eine Rolle auf dem Theater. Es kommt nicht darauf an, dass lange, sondern dass gut gespielt wird« – eine weise Erkenntnis des Philosophen Seneca zu der Frage, wie man sein Leben sinnvoll gestaltet.

Gerade in Krisenzeiten sollte man sich die schönen Dinge im Leben vor Augen halten und sich nicht mit schlechten Gedanken herumschlagen. Und es gibt vieles, was das Leben lebenswert macht. Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist eine der Grundfragen der Philosophie und wohl die wichtigste Frage der Menschheit.

Religionen

Ob Islam, Christen- oder Judentum: Häufig ist es die Verbindung zu Gott, die Einhaltung der göttlichen Gesetze und das Vollbringen guter Taten, das dem Leben der Menschen einen Sinn gibt. Hindus und Buddhisten versuchen dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburten und des Leidens zu entkommen, indem sie unter anderem der Gier und dem Egoismus entsagen. Am Ende steht die Erlösung bzw. das Freisein von Sünden. Es gibt auch Ungläubige, zum Beispiel Atheisten. Sie glauben nicht an die Existenz von Göttern oder sehen die Existenz als sehr unwahrscheinlich an und sie hinterfragen Glaubenseinstellungen kritisch. Überspitzt gesagt: Für manche ist Religion das Wichtigste im Leben, für andere hat sie keinerlei Bedeutung. Aber egal welche Ansicht man vertritt: Sobald man seine eigene Meinung bildet, hat man etwas, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Philosophie

In der Philosophie der Antike bestand der Lebenssinn hauptsächlich darin, Glückseligkeit zu erreichen. Doch da fängt das Problem schon an: Es wurde keine einheitliche Definition von Glück gefunden, auch der Weg zum Glück war nicht klar. Schon viele Denker haben sich darüber den Kopf zerbrochen. Laut Platon kann der Mensch nur ein erfülltes Leben leben, wenn die drei Seelenteile, also Mut, Triebe und Vernunft im Gleichgewicht liegen und sich nicht widersprechen. Für Platons Schüler Aristoteles liegt der Weg zum Glück allein im Philosophieren und im wissenschaftlichen Forschen.

Dagegen kritisierte im Zeitalter der Aufklärung der deutsche Philosoph Immanuel Kant die bisherige Vorstellung von Glück und meinte stattdessen, dass der Mensch durch seine Vernunft nicht in der Lage ist, zu eindeutigen Antworten zu gelangen.

Bis heute gibt es noch keine klare Erkenntnis über den Sinn des Lebens. Doch jeder kann versuchen, seinen eigenen »Way of Life« zu definieren. Was treibt uns an, was macht uns glücklich?

  • Michael Schuhmacher (Formel-1-Rekordmeister): »Jeder Tag aufs neue…« (Quelle)
  • Guido Westerwelle (Bundesvorsitzender der FDP): »Geselligkeit macht das Leben lebenswert.« (Quelle)
  • Cicely Saunders (englische Ärztin): »Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.« (Quelle)
 
Teasergrafik: Jürgen Acker / Pixelio.de
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Faszination Schiedsrichter

Faszination Schiedsrichter

Anpfiff – der Ball rollt. Nach 10 Minuten: ein Spieler fällt zu Boden. 50 % der Zuschauer schreien “Foulspiel!”, der Rest ruft “Schwalbe!”. Keiner weiß, was wirklich passiert ist; zumindest würde es keiner zugeben. Das sind starke Stresssituationen für einen Schiedsrichter.

„Probier’s doch auch mal als Schiri! Da lernst du fürs Leben und verdienst sogar noch bisschen ‘was nebenbei. Wenn es dir nicht gefällt, kannst du ja wieder aufhören“, sagte mir ein Freund, der bereits begeisterter Schiedsrichter war.

Bald darauf absolviere ich einen Schiedsrichterlehrgang und bin offizieller Schiedsrichter für den Fußballkreis Heidelberg. Wer hätte das gedacht? So eine zurückhaltende Person wie ich – ausgerechnet ich! – stehe als 12. Mann auf dem Spielfeld, wo jede noch so kleine Handlung kritisch kommentiert wird.

Warum tue ich mir das an?

Ach ja, ich wollte mir den Führerschein finanzieren. Doch der Schein trügt: der finanzielle Verdienst ist durch den großen zeitlichen Aufwand kaum zu entschädigen. Trotzdem bin ich noch immer „der Depp vom Dienst“, der Woche für Woche auf dem Platz steht und dafür sorgt, dass das Spiel im geordneten Rahmen verläuft. Denn das Geld ist ziemlich schnell zur Nebensache geworden. Viel wertvoller ist für mich das Sammeln wichtiger Erfahrungen …

Lerne fürs Leben!

Während dem Spiel weiß ich nie, was mich in der nächsten Sekunde erwartet. Aber ich muss ruhig bleiben und immer kühlen Kopf bewahren, sonst bin ich verloren und alle Schuld bleibt an mir hängen. In kürzester Zeit analysiere ich die Spieler, Trainer und Zuschauer und versuche ihr Verhalten richtig einzuschätzen, um klare Entscheidungen zu fällen. Selbst bei Fehlentscheidungen ist es wichtig, dass ich die „Scheiße gut verkaufe“. Auf dem Spielfeld kommt gezwungenermaßen eine bislang scheinbar verborgene Persönlichkeit zum Vorschein, die sich positiv auf mein komplettes Leben und meine Zukunft auswirkt. Das sage ich nicht einfach so aus heiterem Himmel, sondern Schiedsrichterkollegen und Freunden bleibt diese positive Entwicklung ebenfalls nicht unbemerkt.

Das Allroundtalent

Als Schiri bist du der Jurist, der die Regeln beherrscht und von Fall zu Fall eine neue, klare Entscheidung treffen muss. Du bist der Pädagoge, der den Spielern die Regeln nahe bringt. Du bist der Polizist, der Konflikte schlichtet und der Organisator, der für einen ordentlichen Ablauf sorgt. Du bist aber auch ein Mathematiker, der eins und eins zusammenzählt und den richtigen Weg wählt. Im Mittelpunkt stehen, gleichzeitig möglichst unauffällig verhalten und immer konzentriert bei der Sache sein – Alltag für einen Schiedsrichter.

Bild: Kevin Weber
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Gebühr für Sat1, Pro7 und Co.

Mehrere Satellitenschüsseln auf einem Dach

Wer die Simpsons, TV total oder Richter Alexander Hold kucken will, muss in Zukunft dafür blechen!

Auch wir Jugendliche leiden unter der aktuellen Wirtschaftskrise. Nicht viel besser macht es, dass die Betreiber „ProSiebenSat.1 Media AG“ der beliebten Sender Sat1, ProSieben, kabel eins und N24 mit mächtig viel Schulden zu kämpfen haben. Denn um den steigenden Schuldenberg zu bewältigen, müssen wir bis spätestens 2014 extra Geld zahlen.

Kosten noch nicht klar

Wie viel uns dieser „Spaß“ kosten wird, ist noch nicht geklärt. Warum wollen sie ausgerechnet jetzt Gebühren verlangen? Durch diese Maßnahme will die ProSiebenSat.1 Media AG unabhängiger von den Werbeeinnahmen werden, indem sie sich zusätzlich durch feste Nutzungsgebühren absichert.

TV total oder Beckmann?

Beckmann, wer ist Beckmann? Das werden sich die meisten Jugendlichen fragen, wenn sie diesen Namen lesen. „Beckmann“ kommt immer Montagabend bei der ARD und ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten Sendungen im deutschen Fernsehen, allerdings bei den älteren. Wenn wir Jugendlichen jedoch die Wahl haben, um zwischen TV total und Beckmann zu entscheiden, würden wir wohl ersteres wählen.

Wen betreffen die Veränderungen?

Was aber, wenn private Sender plötzlich gebührenpflichtig werden? Viele Erwachsene werden sich darüber kaum einen Kopf machen und sich einfach für das Abendprogramm bei den öffentlich-rechtlichen Sendern entscheiden. Doch was ist mit uns? Wir fühlen uns viel mehr zu ProSieben, Sat.1 und Co. hingezogen, als ältere Generationen. Wir werden die Qual der Wahl haben, ob wir zukünftig tiefer in die Tasche greifen, um unsere Lieblingssendungen sehen zu können.

Alternative: Wir – die Meister des Internets

Zum Glück beherrschen wir, die jüngeren Generationen, mehr als nur die Fernbedienung und das Radio: Wir sind die Meister des Internets. Webstreams und Podcasts sind zwar noch nicht jedermanns Sache, das wird sich jedoch rasch ändern. Sobald die Kosten für das Programm in den altmodischen Flimmerkisten nicht mehr finanzierbar sind, werden wir verstärkt auf kostengünstige Alternativen im Internet setzen.

Bild: die_alex / pixelio.de
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Die Fahrt nach der Party

Frau am Steuer

Er säuft und feiert. Sie fährt.

Alkohol ist der beste Freund eines jeden Mannes. Schließlich sind wir keine Chinesen und haben ein Enzym, welches das Gift abbaut. Doch heute Nacht darf ich wieder fahren, weil ER – mein Freund – dazu nicht in der Lage ist.

Eine Runde Mitleid – oohh! Der Arme verträgt die langen Partys und den übermäßigen Alkoholkonsum nicht so gut, wie er behauptet hat. Natürlich ist der jetzige Zustand nur eine Ausnahme und darauf zurückzuführen, dass es ihm schon den ganzen Tag nicht so gut geht.

Damit meinem Partyhengst nicht noch schlechter wird und mein gut gekochtes Mittagessen nicht wieder rauskommt, fahre ich etwas vorsichtiger. „Fahr doch schneller! – Achte auf den Verkehr!“, jammert er neben mir ohne aufrecht sitzen zu können. Eins nach dem anderen. Wie soll ich schneller fahren und gleichzeitig auf den Verkehr achten? Soll ER doch fahren.

Bildquelle: basschild / jugendfotos.de
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