Zum ersten Mal wurde der Deutsche Radiopreis vergeben

„Radio ist, finde ich, die einzige Droge, die mit den Ohren eingenommen wird. Und bitte kämpft, dass das so bleibt. Vielen Dank.“ – stellte  John Ment bei der Preisverleihung am 17. September des Deutschen Radiopreises fest.

Deutscher Radiopreis 2010Es ist ebenso selbstverständlich wie nebensächlich: Das Radio. Durchschnittlich drei Stunden am Tag – beim Kochen, im Badezimmer, während der Autofahrt – haben es die Deutschen eingeschaltet. Dabei bemerken viele gar nicht, wie interessant und faszinierend das Medium ist. Durch den Deutschen Radiopreis verliehen am Freitag Abend in Hamburg erstmals öffentlich-rechtliche und private Sender Preise für Spitzenleistungen beim Rundfunk.

Ausgezeichnet wurden beispielsweise Tom Böttcher und Marco Seiffert für die „Beste Morgensendung“ und Jens Schellhass in der Kategorie „Beste Reportage“. Unter anderen kündigten Adel Tawil, Lena-Meyer Landrut und Rainer Calmund als Laudatoren die Sieger der insgesamt elf Kategorien an. Für die Kürung der Sieger war eine neunköpfige Jury aus Experten und Kritikern zuständig.

Zahlreiche Radiosender übertrugen die Preisverleihung live, wobei Bekanntheiten wie Jason Derulo und Phil Collins das dreistündige Programm durch musikalische Einlagen auflockerten. Außerdem stand auf www.deutscher-radiopreis.de ein Video-Livestream der Gala zur Verfügung.

Der Deutsche Fernsehpreis, die Emmy-Awards und etliche andere Fernsehpreise machen es seit Jahren vor: Sie belohnen tolle Arbeit, fördern somit Qualität und machen auf diese Weise auf sich aufmerksam. Durch die Vergabe des Deutschen Radiopreises ist ein wichtiger Schritt getan, damit die einzige Droge bleibt, die mit den Ohren eingenommen wird. Zudem ist es eine schöne Anerkennung für die Moderatoren und Mitarbeiter der Rundfunkanstalten, die uns mehrere Stunden am Tag begleiten.

Veröffentlicht bei Noir

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