Die humane Flattr-Alternative: yourcent.com

Sobald irgendetwas im Internet populär wird, gibt es jede Menge Programmierer und Mediengestalter, die versuchen, diesen Erfolg zu nachzuahmen. Daraus folgt, dass es keinen Dienst nur einmal gibt. Dazu sage ich nur: Facebook, Studi/Mein/SchülerVZ, wer-kennt-wen, usw.…

Und das ist auch gut so! Konkurrenz zwischen Unternehmen ist eines der wichtigsten Dinge in der Wirtschaft. So sind die Unternehmen stehts bemüht, das Beste für ihre Konsumenten zu bieten. Mit yourcent ist Konkurrenz zu Flattr entstanden, die um einiges „humaner“ ist, als sein Vorreiter, dessen Flattr-Buttons mittlerweile viele deutsche Blogs zieren.

Ins Leben gerufen wurde yourcent von dem Berliner Friedemann Bertels. Mehr über ihn erfahrt ihr in einem Interview auf mixology.eu. In einem weiteren Artikel auf mixology.eu sind die Unterschiede zwischen Flattr und yourcent aufgelistet, sowie das ein oder andere Detail zu dem Dienst, der erst seit dem 1. Juli online ist!

Gut zu wissen: „Ich hatte nie die Absicht Flattr zu kopieren. Als ich mit dem Projekt letztes Jahr angefangen habe, wusste ich noch gar nix von Flattr;-)“ – schreibt Friedemann in einer E-Mail.

yourcent ist also keine Nachmache von Flattr, sondern nur ein Micropayment-Dienst, der ein paar Wochen später auf den Markt gebracht wurde.

Warum „human“?

yourcent-Verkaufsprovision

Verkaufsprovision selbst wählen

yourcent ist nicht auf den eigenen Gewinn ausgerichtet. Das muss der Dienst auch sein, sonst würde er gegen Flattr nicht ankommen können. Wie viel ihr von euren Einnahmen an yourcent überlasst, dürft ihr selbst entscheiden. Außerdem müsst ihr keinen monatlichen Betrag auf euer Konto überweisen – die Preise zwischen 0 und 99 Cent, die ihr bei den Buttons eingebt, werden gespeichert und sobald euer Konto Guthaben enthält, könnt ihr mit eurem „vorgemerkten Inhalt“ zur Kasse gehen.

Ihr wollt Gratis-Guthaben? Beim yourcent-Twitter-Account wurden erste Promocodes getwittert. Wenn ihr schnell seid, ergattert ihr vielleicht einen.

Fünf Promocodes aus einem Tweet: 3HKVLH2T 3Y7F8A6Y 46CYM26A 4GFKXTL4 4XDBSS23

Ich weiß aber nicht, welche Codes noch gültig sind. Einfach ausprobieren! Solltet ihr keine Promocodes mehr bekommen, kann ich vielleicht noch etwas machen… vielleicht drückt Friedemann ein Auge zu;)

Der „Button“…

…ist ein Preisschild und springt sofort ins Auge. Ihr klickt darauf und gebt mit der Tastatur die Zahlen ein. Das geht sogar, wenn ihr noch keinen Account habt. Ihr müsst euch auch nicht an eure Eingaben halten, sondern könnt sie jederzeit ändern. Und das Bezahlen ist sowieso freiwillig. Es bekommt keiner mit, was ihr in eure Buttons eingebt und ihr bleibt ganz anonym.

Die Preisschilder können manuell bei jedem Artikel integriert werden oder ihr nutzt das WordPress-Plugin. Ein Drupal-Plugin gibt es mittlerweile auch und die Entwicklung geht Schritt für Schritt voran.

Verbesserungswürdig?

  • Die für die Preisschilder benötigten Scripte sind relativ groß und verbuchen eine längere Ladezeit. Allerdings ist der Unterschied relativ gering – wer in der Stadt lebt, merkt ihn vermutlich nicht einmal. Aber an der größe der Scripte wird bereits gearbeitet, es ist nur eine Frage der Zeit.
  • Der Urheber eines Artikel kann nicht sehen, wer den Betrag überwiesen hat. Natürlich müsste der Überweisende entscheiden können, ob er gesehen werden möchte.
  • Man kann zwar bei vielen Websites einen Preis ins Preisschild eingeben, aber wie viele dann letztendlich ihr Konto aufladen und einen Beitrag überweisen, wird schwer zu sagen sein…

3 thoughts on “Die humane Flattr-Alternative: yourcent.com

  1. Pingback: Adieu, Beta von Flattr | The Green Bird

  2. Pingback: Einnahmen durch diesen Blog | The Green Bird

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *